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    <title>Anonyme Hinweise zur aktuellen Lage der Kunst in Berlin</title>
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    <title>3. berlinbiennale</title> 
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    <description>&lt;b&gt;&amp;#8222;Berlin ist f&amp;uuml;r mich eine interessante Folie&amp;#8220;&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;a href=&quot;http://www.berlinbiennale.de/&quot;&gt;&lt;img width=&quot;350&quot; height=&quot;251&quot; title=&quot;Merchandising Berlinbiennale 3&quot; src=&quot;http://twoday.net/static/8077/images/bb.jpg&quot; alt=&quot;Merchandising Berlinbiennale 3&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Die 3. berlinbiennale beweist, dass Ged&amp;auml;chtnisverlust ein verh&amp;auml;ltnism&amp;auml;&amp;szlig;ig schmerzfreier Zustand ist. 50 K&amp;uuml;nstlerInnen werden im Namen des &amp;#8222;historisch aufgeladenen Standorts&amp;#8220; und seines &amp;#8222;k&amp;uuml;nstlerischen Kapitals&amp;#8220; auf das Thema &amp;#8222;Berlin&amp;#8220; verpflichtet und haben doch zu ihrem Spielort nichts mehr zu sagen. Zuweilen streift zwar eine Arbeit unter autobiografischen Gesichtspunkten das historische Berlin. Einmal spielt auch ein Raum elegant mit dem Inventar des st&amp;auml;dtischen Lebens. Die harten Fakten, Zahlen und berlinischen Realit&amp;auml;ten werden jedoch bereits an spezialisierte Dienstleister &amp;uuml;bertragen, zum Beispiel wenn die Kulturnetzwerker Jesko Fezer und Axel Wieder unter dem Schlagzeile &amp;#8222;Urbane Konditionen&amp;#8220; die Quadratmeterpreise des neureichen st&amp;auml;dtischen Zentrums in appetitlichen Modellbauten exemplifizieren.&lt;br&gt;&lt;br&gt;In weiterem Sinn ist hier alles Berlin, etwa wenn die Medienkunst ein neues Interface als Metapher urbaner R&amp;auml;ume pr&amp;auml;sentiert. In engerem Sinn ist alles Tourismus, sogar dann, wenn die k&amp;uuml;nstlerische Leiterin in einem ausschweifenden Interview ihr Konzept erkl&amp;auml;rt und dabei vom Schicksal eines &amp;ouml;rtlichen Luxuskaufhauses (teurer Ramsch) auf die Zukunft des &quot;Versprechen Berlin&quot; schlie&amp;szlig;en will oder das Desinteresse des &amp;ouml;rtlichen Stadtmarketings an einer so hochm&amp;ouml;genden Ausstellung beklagt. Mal ist da von der &amp;#8222;real-estate-m&amp;auml;&amp;szlig;igen&amp;#8220; Erschlie&amp;szlig;ung europ&amp;auml;ischer Gro&amp;szlig;st&amp;auml;dte die Rede, mal von Berlins Unf&amp;auml;higkeit zu einer ordentlichen Kunstpr&amp;auml;sentation. Immer aber klingt es, als wolle sich die Chefkuratorin um die Intendanz eines staatstragenden Fernsehsenders bewerben, so ausgewogen und gremienf&amp;auml;hig spricht sie von Re- und Umstrukturierungen, spezifischen Diskursen und dem &lt;i&gt;Referenzrahmen&lt;/i&gt;, um den es gehe, selbst wenn man sich nach dem Verlassen des Ausstellungsgeb&amp;auml;udes kaum noch an ihn erinnern kann.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Einerseits ist f&amp;uuml;r Berlins mafi&amp;ouml;se politische Vergangenheit, f&amp;uuml;r seine Kaste unf&amp;auml;higer Politiker und untauglicher Kulturorganisatoren in der Ausstellung kein Platz. Berlins Krankheiten und die Hungersyndrome seiner freien Kulturproduzenten f&amp;uuml;gen sich nun einmal nicht in die Allerweltseleganz des kuratorischen Konzepts. Andererseits entziehen sich die regionalen &amp;auml;sthetischen Strategien der Berliner Szene, ihr Lavieren zwischen &amp;ouml;konomischem Zwang und fehlenden Ausstellungsgelegenheiten, zwischen Konzept und d&amp;ouml;rflicher Lokalit&amp;auml;t dem internationalen Marktma&amp;szlig;stab, um den die Ausstellung sich ebenso ehrgeizig wie beziehungslos bem&amp;uuml;ht. Was in Berlin passiert und den Bezirk Mitte 2004 vom Bezirk Mitte 1993 unterscheidet, wird in der Ausstellung nicht sichtbar gemacht. Mit welchen &amp;auml;sthetischen Visionen aber k&amp;uuml;nftig die &amp;#8222;Gegenwartskunst st&amp;auml;rker in den Kontext einer Hauptstadt von mittlerweile 80 Millionen Menschen einbezogen&amp;#8220; werden kann, muss g&amp;auml;nzlich nebelhaft bleiben, weil die Ausstellung keinerlei Bezug zu den Realien drau&amp;szlig;en vor der T&amp;uuml;r herzustellen vermag. Die 3. berlinbiennale findet eben nicht an wechselnden Schaupl&amp;auml;tzen in Pankow oder dem Wedding statt. Sie &amp;uuml;bernimmt eben keine Verantwortung f&amp;uuml;r das prek&amp;auml;re Verh&amp;auml;ltnis der Kunst zu den urbanen Repr&amp;auml;sentationsbed&amp;uuml;rfnissen. Eine Beschreibung der spezifischen Talente der Kunst in einer ver&amp;auml;nderlichen lokalen Wirklichkeit wird von der k&amp;uuml;nstlerischen Leiterin und ihren beschr&amp;auml;nkt mitspracheberechtigten lokalen Consultants nicht einmal skizziert.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Es gibt &amp;uuml;ber diese Ausstellung wahrlich nichts besseres zu sagen, als dass es schlimmer h&amp;auml;tte kommen k&amp;ouml;nnen. Man sieht so etwas wie den gehobenen kuratorischen Mittelstand und es ist das Ungl&amp;uuml;ck der Kunst, dass sie dieser demokratischen Ber&amp;uuml;cksichtigung aller Anspr&amp;uuml;che ganz und gar widerstandslos unterliegt. Eine b&amp;ouml;sartige Kunst w&amp;uuml;rde man sich in und von dieser Stadt w&amp;uuml;nschen. Positionen, die weh tun an einem Produktionsstandort, dessen &amp;ouml;konomisch gebeutelter k&amp;uuml;nstlerischer Szene gerade das Schmerzempfinden abhanden zu kommen droht. Vor allem w&amp;uuml;rde man sich w&amp;uuml;nschen, dass eine Biennale, die den Ortsnamen zitiert, mehr als nur Zitate k&amp;uuml;nstlerischer Strategiemodule abbilden w&amp;uuml;rde. Wer sich jedoch k&amp;uuml;nstlerische Selbst&amp;auml;ndigkeit oder radikalen Eigensinn erwarten w&amp;uuml;rde, &amp;uuml;bersch&amp;auml;tzt die thematische Ernsthaftigkeit gegenw&amp;auml;rtiger Ausstellungsprojekte. Statt Eigensinn zeigt die 3. berlinbiennale den &amp;auml;sthetischen Minimalkonsens. Es ist, wie es immer ist, wenn Ausstellungsmacher die Au&amp;szlig;enwelt als &amp;#8222;interessante Folie&amp;#8220; begreifen. Die Kunst laboriert im Teamwork an den Gegebenheiten herum, gelangt aber nie aus ihrem aseptischen Schauraum hervor. Wenn man nicht ganz genau w&amp;uuml;sste, dass Kunst andernorts widerspenstig, sarkastisch, unbeherrscht und gemein sein kann &amp;#8211; man spr&amp;auml;che nach dem Besuch dieser Biennale selbst dem Fernsehen mehr Realit&amp;auml;tssinn als den Kunstwerken zu.&lt;br&gt;Weniger Wirklichkeit war nirgends.</description>
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